Liquiditätsplanung, auf dem Bild mehrere Stapel von Geldmünzen
Der Begriff liquidus stammt aus dem Lateinischen und bedeutet flüssig. Im Sinn des Unternehmens bedeutet liquid demnach flüssig, also zahlungsfähig zu sein. Die Liquiditätsplanung beschäftigt sich mit dieser Aufgabenstellung. Sie ist Teil der Finanzplanung und wird Ihnen deshalb im ERP-Bereich Controlling, Finanz- und Rechnungswesen begegnen. In der Liquiditätsplanung werden alle ein- und ausgehenden Zahlungsströme innerhalb einer definierten Periode erfasst. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit ist entscheidend für das Überleben des Unternehmens. Deshalb nimmt die Liquiditätsplanung einen hohen Stellenwert innerhalb der unternehmerischen Kontroll- und Steuerungsinstrumente ein. Sie dient auch als wichtige Gesprächsgrundlage bei Verhandlungen mit Kredit- und Kapitalgebern.
In den Liquiditätsplan fließen die Daten aus anderen, vorgelagerten Planungsinstrumenten ein – beispielsweise der Umsatzplanung, der Investitionsplanung sowie der Planung der betrieblichen Aufwendungen. Erfasst werden beispielsweise Zahlungseingänge aus Umsatzerlösen, Veräußerungserlöse und Aufwendungen aus dem Kauf oder Verkauf von Anlage- und Umlaufvermögen, Anschaffungskosten für Material, Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen, aber auch Zu- und Abgänge von Eigen- oder Fremdkapital. Nicht ausgabewirksame Aufwandsanteile, wie etwa Abschreibungen, werden nicht berücksichtigt. Saldiert ergibt sich die zur Verfügung stehende Finanzreserve. Im Fokus stehen nicht die Art und Qualität der Ein- und Ausgaben, sondern viel mehr deren Höhe und Zeitpunkt. Wichtig ist die möglichst genaue Zuordnung zur erwarteten Buchungsperiode. Die Liquiditätsplanung muss laufend aktualisiert und mit dem tatsächlichen Wertefluss abgeglichen werden. Nur so haben Sie immer eine Übersicht über Ihren finanziellen Spielraum. Entstehen Abweichungen, werden Sie schnell auf Liquiditätsengpässe hingewiesen und sind damit in der Lage, rechtzeitig zielgerichtete Maßnahmen einzuleiten.