FIFO Prinzip wird erklärt im HeliumV ERP A-Z auf dem Bild eine Lagerhalle mit vielen Karton

First in, First out. Die englischsprachige Aussage „first in, first out“ bedeutet „der Reihe nach“.

Als Fachbegriff wird First in, First out, oft abgekürzt mit FIFO, in der Warenwirtschaft, Informatik und Produktionstechnik, aber auch im Finanzrecht verwendet.

Die Warenwirtschaft nutzt das sogenannte FIFO-Verfahren, das vorsieht, dass die zuerst gelagerten und damit ältesten Warenbestände möglichst zuerst aufgebraucht werden. Handelt es sich bei den betreffenden Waren zum Beispiel um Lebensmittel, dann bietet sich das Vorgehen nach dem FEFO-Verfahren (First expired, First out) an, bei dem die Waren mit dem jüngsten Verfalldatum zuerst auszuliefern sind. In der betrieblichen Buchhaltung bedeutet das FIFO-Prinzip, dass für die Bewertung des Lagerwertes die Ist-Kosten des ältesten noch verfügbaren Warenzugangs herangezogen werden und nicht etwa die durchschnittlichen Kosten.

An diesem Verfahren hat sich die Informatikbranche orientiert und auf das FIFO-Prinzip ein besonderes Vorgehen bei der Datenverarbeitung aufgebaut. Dieses Verfahren definiert, in welcher Reihenfolge Daten abgelegt und wieder abgerufen werden.

Nach dem FIFO-Prinzip geordnete Datenverbindungen werden als Pipes bezeichnet. FIFO kommt auch bei seriellen Schnittstellen zum Einsatz, die dafür sorgen, dass die zuerst an der Schnittstelle ankommenden Bytes der Daten auch zuerst von der Software verarbeitet werden. In der Produktionstechnik und Produktionssteuerung erlaubt FIFO das Verknüpfen zweier Prozesse.

Dabei steuert der nachfolgende Prozess jeweils den vorangehenden – eine weitere Methode sicherzustellen, dass eine zuerst gelagerte Ware zuerst verbraucht wird. Dies ist allerdings nur dann möglich, wenn die betreffende Ware sehr kurz gelagert wird und der Lieferprozess nach sehr schnellen Taktzeiten erfolgt.

Kann dieses Vorgehen nicht angewendet werden, so sind spezielle ERP-Systeme verfügbar, die auf die Anforderungen bestimmter Branchen und Unternehmen zugeschnitten werden können und ebenfalls in der Lage sind, für die Einhaltung einer sinnvollen Reihenfolge bei der Datenverarbeitung oder dem Warenverbrauch zu sorgen.